How will we live together?


How will we live together? Unter dieses Motto hat der gebürtige Libanese und aktuelle Generalkurator Hashim Sarkis die aktuelle, um ein Jahr verschobene Architekturbiennale in Venedig gestellt und macht damit das räumliche und soziale „together“ zum zentralen Anliegen.


„We need a new spatial contract“ – so Sarkis in seiner Rede zur Ausrichtung der Biennale am 16.07.2019 - noch deutlich vor der globalen Pandemie. Im Kontext politischer Spaltungen und wachsender ökonomischer Ungleichheiten sieht der Kurator die Architekt*innen in der Rolle der Koordinatoren und Beauftragten dieses räumlichen Vertrags, der neue Arten und Räume des Zusammenlebens festlegen soll.


Dem Begriff „together“ kommen dabei mehrere programmatische Bedeutungen zu: Die Vernetzung menschlicher Individuen und Communities über virtuelle und reale Räume, die Suche nach Gleichheit, Inklusion und räumlicher Identität in heterogenen Formen des Zusammenlebens, der Zusammenhalt über politische Grenzen hinaus und nicht zuletzt das notwendige globale Selbstbewusstsein, um den Planeten Erde und menschliches Leben überhaupt zu erhalten. Wer hätte ahnen können, dass die von Generalkurator Hashim Sarkis aufgeworfene Fragestellung plötzlich eine solche Aktualität bekommt?


Wie wollen wir zusammen leben? Mit dieser großen Frage fordert Sarkis die eingeladenen Architektenteams auch dazu auf, andere Disziplinen und Akteure in ihre Beiträge zu involvieren – Künstler, Handwerker, Politiker und Sozialwissenschaftler sowie die Zivilgesellschaft und nicht zuletzt die Besucher*innen der Biennale. Insofern eignet sich das FWP Bildende Künste - Social design ideal dazu, sich mit dieser Frage zu beschäftigen. Als Mensch, Mitglied der Gesellschaft, angehende Planerin und Planer, die Verantwortung für die räumliche Intervention mit allen Konsequenzen übernehmen.


Ziel des Seminars im Master E2D der Hochschule Augsburg ist es, Ansprüche an das eigene professionelle kreative Schaffen zu formulieren und sich kritisch mit der sich daraus ergebenden Verantwortung auseinanderzusetzen. Entstehen sollen kritische Diskussionen, Referate, Texte, Fotos, Plastiken, Zeichnungen und ein Skizzenbuch. Neben zwei Seminarterminen wird Venedig und die Architekturbiennale vom 28.10.21 - 01.11.21 im Rahmen einer Exkursion besucht.



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